Stadtarchiv

Bestände
Geschichte des Archives

Bestände

Das Stadtarchiv Füssen besteht aus zwei Teilen:
dem Archiv der Stadtverwaltung mit verschiedenen Sammlungen und
dem Archiv des Klosters St. Mang

Archiv der Stadtverwaltung mit verschiedenen Sammlungen

Urkunden (13. bis 18. Jh.)
Archivalakten (16. bis 18. Jh.)
Magistratsakten: alte (19. Jh. bis ca. 1870) (PDF 14 KB)
Magistratsakten: neue (ca. 1870 bis 1945)
Verwaltungsakten (ab 1945)
Rechnungsbücher (18. bis 20. Jh.)
Stiftungsakten (18. bis 20. Jh.) (PDF 47 KB)
Gemeindearchive: Faulenbach, Eschach, Hopfen am See und Weißensee
Sammlungen aus dem gesellschaftlichen Umfeld

Die Sammlungen bestehen aus folgenden Teilen:

Bild- und Tonarchiv
Nachlass Schradler
Nachlass Wirth
Zentralbestand
Den Hauptteil des Bildarchivs bilden zwei Nachlässe von Füssener Fotografen, zum einen der von Ludwig Schradler und seinem Sohn Hans, zum anderen von Franz Wirth und seiner Tochter Elisabeth. Während der Nachlass Schradler die Zeit von ca. 1880 bis 1935 umfasst und im Wesentlichen aus Landschafts- und Gebäudeaufnahmen besteht, beginnt die Sammlung Wirth etwa um 1925 und endet 1972. Sie setzt sich zum großen Teil aus Porträts zusammen.

Lokalzeitungen
Das Stadtarchiv Füssen sammelt die Zeitung "Füssener Blatt" seit ihrem Erscheinen 1838 bis in die Gegenwart.

Heimatgeschichtliche Nachlässe
1. Nachlass Schlagmann: Karl Schlagmann erarbeitete eine Häuserkartei, die uns Auskunft über die früheren Besitzer der Altstadthäuser gibt. Darüber hinaus beschäftigte er sich mit den Bürgern der Stadt Füssen in früheren Jahrhunderten und mit Wappen und Siegeln.

2. Nachlass Mertin: Paul Mertin, von Beruf Museumskonservator, beschäftigte sich vor allem mit der Baugeschichte von St. Mang und dokumentierte sie in verschiedenen Veröffentlichungen und vielen Dias.

3. Nachlass Guggemos: Dr. Georg Guggemos hinterließ eine Vielzahl von Arbeiten zur Geschichte Füssens und der Füssener. Er schrieb die Chroniken von Weißensee und Rückholz.

4. Nachlass Ettelt: Rudibert Ettelt verfasste 1970 bis 1979 die Geschichte der Stadt Füssen in zwei Bänden. Das Archiv erhielt zu Lebzeiten seine Unterlagen, die zur Erarbeitung dieser beiden Bücher dienten.

Landwehrbataillon Füssen (1808 – 1870)
In der Bayerischen Armee wurde ein Teil der Reserve als Landwehr bezeichnet. Diese Akten verwahrt das Stadtarchiv.

Flurkarten von Füssen und Umgebung

Sammlung von Personen-/Familiengeschichte, Kirchen, heimatgeschichtlichen Chroniken, Firmen/Gewerbe, Vereinen, Druckschriften

Archiv des Klosters St. Mang (13. bis 19. Jh.)

Urkunden
Akten
(Ladenverzeichnis PDF 9 KB) 
Bücher
(Rechnungsbücher, Grundbücher, Hof- und Gültbücher, Protokolle) (PDF 28 KB)

Das Kloster St. Mang besaß in vielen Ortschaften der näheren und weiteren Umgebung Grund. Unterlagen dieser Orte lassen sich somit im Klosterarchiv finden:

Bernbeuren, Burggen, Denklingen, Dienhausen, Ebenhofen, Engeratsried, Ennenhofen, Faulenbach, Füssen, Geißenried, Germaringen, Aichach, Großaittingen, Bürk, Honsolgen, Asch, Oberdiessen, Gerwang, Bimings, Müntzenried, Umwangs, Hattenhofen, Hohenfurch, Immenhofen, Ingenried, Kaufmanns, Wünberg, Klosterhof, Küppach, Ofen, Musau, Niederhofen, (Markt-)Oberdorf, Ötschland, Reichlingen, Rieden, Roßhaupten, Rückholz, Falkensberg, Ruderatshofen, Hiemenhofen, Sachsenried, Sameister, Schongau, Altenstadt, Bayersoyen, Burgau, Kühnenberg, Tonnenberg, Schwabbruck, Weißensee, Westendorf, Ober- und Unterostendorf.

Rentamt St. Mang (19. Jh.)
Der Fürst von Oettingen-Wallerstein übernahm bei der Säkularisation den Klosterbesitz, der seither vom Rentamt St. Mang verwaltet wurde, und verkaufte ihn 1839 an den Freiherrn von Ponickau.

Rentamt Freyberg-Hopferau (16. – 19. Jh., noch nicht erschlossen)
Außerdem besaß Freiherr von Ponickau im 19. Jahrhundert die Herrschaft Freyberg-Hopferau. Aus beiden Archiven kam ein Teil der Bestände beim Verkauf des Klosterarchivs an die Stadt Füssen im Jahr 1918 ebenfalls in den Besitz der Stadt Füssen.

Service

Bereitstellung

Nach telefonischer oder schriftlicher Anmeldung stellen wir die benötigten Findmittel und Archivalien in unseren Räumen zur Verfügung. Eine Ausleihe ist nicht möglich.

In der Regel bleibt Archivgut für die Dauer von 30 Jahren seit seiner Entstehung von der Benützung ausgeschlossen. Für personenbezogenes Schriftgut und Archivgut, das besonderen Geheimhaltungsvorschriften unterliegt, gelten andere Schutzfristen. Einer Schutzfrist unterliegen nicht diejenigen Unterlagen, die bereits bei ihrer Entstehung zur Veröffentlichung bestimmt waren (z.B. Zeitungen).

Neben rechtlichen Benützungsbeschränkungen können weitere Gründe, wie z.B. der schlechte konservatorische Zustand gegen eine Vorlage des Originals sprechen.


Gebühren

Die Gebühren betragen für die Vorlage von Archivalien, die Erteilung mündlicher oder schriftlicher Auskünfte, digitale Bildbearbeitung und sonstige Tätigkeiten je angefangene Halbstunde Zeitaufwand 25,00 EUR

Von Archivalien fertigen wir in begrenztem Umfang digitale Fotos an. Nur in Ausnahmefällen kopieren wir.

digitales Fotos 2,00 EUR
Schwarz/Weiß-Kopie A4 0,50 EUR
Farb-Kopie A4 1,00 EUR
Brennen einer CD-ROM 5,00 EUR

Gebühren werden nicht erhoben bei Inanspruchnahme
1. für nachweisbar wissenschaftliche, heimatkundliche, unterrichtliche und schulische Zwecke;
2. durch öffentliche Körperschaften und durch andere der Öffentlichkeit dienende Einrichtungen, wenn für die Befreiung von der Gebührenpflicht Gegenseitigkeit besteht;
3. für Auskünfte und Nachforschungen, die den Nachweis eines versorgungsrechtlichen Anspruchs zum Ziel haben;
4. für mündliche und einfachere schriftliche Auskünfte, die ohne Hinzuziehung von Archivalien erledigt werden können.

Kontakt

Tobias Ranker
Stadt Füssen
Stadtarchiv
Lechhalde 3
87629 Füssen
Tel. 08362/903-186
Fax 08362/903-201

Die Räume des Stadtarchivs liegen in unterschiedlichen Bereichen des Rathauses. Deshalb ist ein telefonischer Kontakt in jedem Fall ratsam, um Zeit- und Treffpunkt für einen Besuch zu vereinbaren.