Museum_der_Stadt_Fuessen

Information zur aktuellen Situation

Füssener Museen öffnen wieder ab 12. März 2021.

Die Sonderausstellung, die aufgrund der Pandemie im Winter nicht gezeigt werden konnte, wird jetzt bis Sonntag, den 2. Mai 2021 zu sehen sein.

Für den Besuch im Museum der Stadt Füssen und in den Galerien im Hohen Schloss ist eine Anmeldung über die Telefonnummer 08362-903-143 oder die Mailadresse museum@fuessen.de erforderlich. Sofern Sie nicht kontaktiert werden, gilt Ihre Anmeldung als bestätigt.
In den Museen gelten die derzeit gültigen Hygieneregeln mit FFP2-Maske und Abstandspflicht. Weitere Informationen erhalten Sie vor Ort.
Die Museen öffnen vorerst nicht für Gruppen und Schulklassen. Bis auf weiteres finden keine Führungen und Publikumsveranstaltungen statt.

Sonderausstellung

 

Stimmungen und Phantasien
die Füssener Künstler Franz und Gerhard Gingele

Kunstausstellung vom 9. Oktober 2020 bis 28. Februar 2021 im Museum der Stadt Füssen

Im Zentrum der Ausstellung stehen der Füssener Kunstmaler Franz Gingele und sein Sohn, der Restaurator und Künstler Gerhard Gingele. Inspiriert vom jeweiligen Kunstbegriff ihrer Zeit, fing Franz Gingele Landschaften und Stimmungen ein, während Gerhard Gingele seiner Phantasie freien Lauf ließ.

Franz Gingele (1898-1970) zog es schon als Schüler hinaus in die Natur, um dort sehen zu lernen und das Gesehene in Bilder umzusetzen. Nach der Volksschule in Füssen machte er eine Malerlehre. Ab 1915 besuchte er in München Abendkurse an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste, ehe er 1917 zum Militär eingezogen wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg wählte Franz Gingele das freie Leben eines Kunstmalers. Er durchstreifte neben seiner Allgäuer Heimat auch die Landschaften Österreichs, Italiens und Frankreichs; Meer und Gebirge liebte er gleichermaßen. Mit dem Lebenswerk seines künstlerischen Vorbildes Paul Cezanne (1839-1906) beschäftigte er sich eingehend.

Ab 1931 studierte Franz Gingele in Berlin an der Preußischen Akademie der Künste bei dem Genre- und Historienmaler Professor Arthur von Kampf (1864-1950). Das Geld für Reisen und Malstudium verdiente er sich den Winter über als einer der ersten bayerischen Skilehrer.

1942 wurde er wieder zum Kriegsdienst eingezogen. Als er am Ende des Zweiten Weltkriegs in Marseille in Kriegsgefangenschaft geriet, ließen sich amerikanische Offiziere Provence-Landschaften von ihm malen.

Nach seiner Heimkehr wurde er 1946 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Schwaben-Süd und war an vielen Ausstellungen u.a. in Berlin, München, Augsburg, Kempten, Sonthofen, Marktoberdorf und Füssen beteiligt.

Als Mitbegründer der „Notgemeinschaft Füssener Künstlerring“ organisierte Franz Gingele mit Genehmigung der amerikanischen Militärregierung ab 1948 Ausstellungen im Kemenatenbau von Schloss Neuschwanstein und in der Orangerie des Barockklosters St. Mang. Die Begegnungen mit Künstler-Kollegen wie Karl Peter Röhl, Heinz Tetzner, Otto Sonnleitner, Paul Seegiesser oder Percy Rings waren für ihn sehr inspirierend. Seine Landschaften sind von Stimmungen durchdrungen, immer verraten sie auch eigenes Empfinden.

Gerhard Gingele (1950-2016) wuchs im gastfreundlichen Haus seiner Eltern Franz und Bernhardine auf, in das Künstlerkollegen gerne zu Besuch kamen. Diese Prägung wurde entscheidend für seinen beruflichen Werdegang.

Am Anfang stand eine solide Handwerksausbildung bei dem renommierten Kunst- und Kirchenmaler Josef Lorch in Füssen. Ihm verdankte Gerhard Gingele ein sehr vielschichtiges Wissen und auch das Erlernen alter Techniken bei der Mitarbeit an bedeutenden Restaurierungen, u.a. am Hohen Schloss in Füssen, am Lindauer Rathaus oder in der Asam-Kirche in München. Nach einem Studium an einer Schule für Gebrauchsgrafik in München arbeitete er nochmals für Josef Lorch, ehe er sich als freischaffender Restaurator und Graphiker in Füssen niederließ. Neben der Restaurierung zahlreicher Kirchen im süddeutschen Raum stand er auch für die Restaurierung des Schlosses Hohenschwangau und des Hotels „Alpenrose“ am Alpsee.

Als Künstler und Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler verstand es Gerhard Gingele, die ihm vererbten Talente zu nutzen und trotzdem seinen eigenen Weg und Stil zu finden. Seine Impressionen sammelte er auf Reisen durch Irland, Italien, Griechenland, Indien, Nepal, Thailand und Peru: „Es ist für uns schier unvorstellbar, wie intensiv das Licht dort ist, wie stark die Kontraste zwischen Dunkel und Hell auf den griechischen Inseln oder in der unendlichen Weite Mittelasiens oder Südamerikas sind.

Die Ausstellung zeigt Ölgemälde, Aquarelle, Holzschnitte, Acrylgemälde, Collagen und Zeichnungen. Die meisten Werke werden dankenswerterweise von Frau Irmgard Wille-Gingele zur Verfügung gestellt.

Die objektschonende LED-Beleuchtung der Sonderausstellungsräume und die neuen Ausstellungsvitrinen werden gefördert vom Deutschen Verband für Archäologie und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bild 1: Franz Gingele: Burgruine Hohenfreyberg © Irmgard Wille-Gingele 
Bild 2: Gerhard Gingele: AB (19 C) © Irmgard Wille-Gingele

Lechhalde 3, 87629 Füssen
Eingang durch den Klosterhof
Hier finden Sie das Museum im Opens external link in new windowStadtplan

Öffnungszeiten (zurzeit geschlossen)

9. November 2020 bis 31. März 2021:
Freitag bis Sonntag
13 bis 16 Uhr

Flyer

Downloaden Sie hier den Initiates file downloadMuseumsflyer (255 KB)

Eindrücke aus dem Museum

Klosterrundgang im Allgäu.tv

Sarah Brightman und Vincent Niclo singen in der Klosterbibliothek

Führungen (finden zur Zeit nicht statt)

Nach Vereinbarung (nur zu den regulären Öffnungszeiten und ab 10 Personen)
Buchung: Tel. +49 (0)8362 903143, museum@fuessen.de
Gebühr: 40 € zuzügl. Eintritt 4 € pro Person (max. 20 Personen)

Eintrittspreise

Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €
Kombikarte Museen 7 €
Unter 18 Jahren frei
Schulklassen frei

Wir sind Partner der KönigsCard
 

 

Kontakt

Tel. +49 (0)8362 903143, museum@fuessen.de