Museum_der_Stadt_Fuessen

 

Neues im Museum

300 Jahre Kirchweih St. Mang  –  300. Todestag Johann Jakob Herkomer

Am 15. Februar 1717 wurde die Klosterkirche St. Mang nach ihrem Umbau zu einer prunkvollen Barockkirche eingeweiht. Nur wenige Monate darauf, am 27. Oktober, starb der Baumeister Johann Jakob Herkomer in einem der Gästezimmer des von ihm neuentworfenen Benediktinerklosters.
Das Barockkloster St. Mang zählt zu den eindrucksvollsten Klosteranlagen im süddeutschen Raum. Denn es gelang Herkomer, die alten unregelmäßig angelegten Gebäude an einem steilen Hang über dem Lech in ein wohlproportioniertes Gesamtkunstwerk nach der neuesten italienischen Mode zu verwandeln.
Dieses Gesamtkunstwerk „Kloster St. Mang“ wird im Jubiläumsjahr auf vielfältige Weise präsentiert, erklärt und gefeiert.
In der Zeit zwischen den beiden Jubiläumsdaten finden jeden Samstag kostenlose Führungen durch Kirche und Kloster St. Mang statt. Im Museum der Stadt Füssen, das im Kloster eingerichtet ist, können Besucher  die barocken Repräsentationsräume besichtigen, sich mit der Regel des heiligen Benedikt vertraut machen und die Ausstellung „Schatzkammer am Lech“ zur Baugeschichte und Funktion des Klosters besuchen. An sieben Mittwochabenden werden Fachleute Vorträge zur Architektur, Spiritualität und Politik des Klosters  St. Mang im 18. Jahrhundert halten. Dazu kommen Führungen, Exkursionen, Gottesdienste, Lesungen und Konzerte.
Im Programm der „Kaisersaalkonzerte“ wird sich 2017 das Jubiläumsthema, z. B. mit barocker Musik wieder finden.  Das renommierten Kammermusikfestival vielsaitig steht im Jubiläumsjahr unter dem Motto „Staunen“ und wird musikalisch zum Ausdruck bringen, wie das Barockkloster St. Mang seit seiner Entstehung die Menschen immer wieder ins Staunen versetzt hat und es auch weiterhin tun wird.

Broschüre Jubiläumsprogramm (655 KB)

Ein Gemeinschaftsprojekt von Pfarrei St. Mang, Volkshochschule und Kulturamt der Stadt Füssen


Zwei Füssener Biographien – Hermann Wegscheider und Max Koegel

Mittwoch, 9. November 2016, 19.00 Uhr

Vortrag von Dr. Jörg Skriebeleit, KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Sie wuchsen beide in Füssen auf: Hermann Wegscheider (geb. 1880) und Max Koegel (geb. 1894). Beide entstammten demselben sozialen Milieu: Hermann Wegscheider, ein gelernter Bäcker, zwischenzeitlicher Emigrant und Arbeiter, wurde im Herbst 1939 als politischer Gegner der Nationalsozialisten verhaftet. Max Koegel, ein Almhirte und Bergführer, trat schon am 1. Juni 1932 der SS bei.

Sie haben sich vermutlich nicht gekannt, dennoch verbindet beide ein Ort, dessen Name für eines der schrecklichsten nationalsozialistischen Konzentrationslager im Deutschen Reich steht: Flossenbürg. Hermann Wegscheider wird dort als Häftling mit der Nummer 2226 am 18. Mai 1941 als tot registriert. Max Koegel wird in diesem Lager knapp zwei Jahre später am 10. Mai 1943 Kommandant.

Ort: Museum der Stadt Füssen, Barockkloster St. Mang, Lechhalde 3, 87629 Füssen
Eintritt frei


Bildvortrag mit Ausstellungsbesuch

Donnerstag, 3. November 2016, 19.00 Uhr

Gut gebrüllt – Die Wittelsbacher und der Löwe

Dr. Matthias Memmel, Bayerische Schlösserverwaltung

Der Löwe ist Bayerns Symbolfigur schlechthin. Grund dafür ist die lange und enge Beziehung des Wittelsbacher Herrscherhauses zum König der Tiere. Denn der Löwe war über Jahrhunderte hinweg weit mehr als nur das Wittelsbacher Wappentier.

Zeugnisse von Löwenhaltung in Bayerns Residenzen und die Sage vom Löwenbezwinger Herkules als Ahnherr der Wittelsbacher sind nur zwei Aspekte, die der Kunsthistoriker Dr. Matthias Memmel von der Bayerischen Schlösserverwaltung an diesem Abend vorstellen wird.

Nach einem reich bebilderten Kurzvortrag werden bei einem Gang durch die Ausstellung ausgewählte Höhepunkte präsentiert. Dort erwartet die Besucher unter anderem ein von König Ludwig II. ausgemusterter Löwe sowie der vielleicht meistfotografierte Löwe der Welt.

Ort: Museum der Stadt Füssen, Barockkloster St. Mang, Lechhalde 3, 87629 Füssen
Eintritt frei


Erwerb zweier Figuren aus der Werkstatt des Füssener Barock-Bildhauers Anton Sturm

Das Museum der Stadt Füssen hat aus privater Hand zwei gefasste Holzfiguren erworben, die dem Füssener Bildhauer Anton Sturm (1690-1757) zugeschrieben werden. Der in Tirol geborene Künstler zog im Zusammenhang mit dem barocken Umbau der Benediktinerabtei St. Mang nach Füssen, wo er seine Werkstatt einrichtete. Die beiden Figuren stellen Maria und den Lieblingsjünger Johannes als Teile einer Kreuzigungsgruppe dar. Sie stimmen in allen wesentlichen Details mit den Holzfiguren einer lebensgroßen Kreuzigungsgruppe in der Benediktinerabtei Ottobeuren überein, die Anton Sturm 1733 fertigte. Aufgrund der großen Übereinstimmung ist es wahrscheinlich, dass die neuerworbenen Figuren als Bozzetti (Modelle) für die  lebensgroßen Figuren gedient haben.

Im Magazin des Museums der Stadt Füssen befindet sich bereits ein sehr fein gearbeiteter Cruzifixus (gekreuzigter Jesus), der ebenfalls Anton Sturm zugeschrieben wird und der gut zum Maßstab der beiden neuerworbenen Figuren passt. Damit ergibt sich die Möglichkeit, alle drei Figuren zu einer Kreuzigungsgruppe zu vereinen und an einem würdigen Platz auszustellen, auf dem Altar des Kapitelsaals unmittelbar neben dem Mönchschor der Kirche St. Mang (Juni 2016).


Schatz- und Wunderkammern am Lech

Dieser neu gestaltete Bereich im Museum der Stadt Füssen ist seit Mai 2015 eröffnet:
Die „Schatz- und Wunderkammern am Lech“ sind ein Interreg IV Projekt, gefördert durch Mittel der Europäischen Union.
Das Museum der Stadt Füssen ist dabei Partner des Projektträgers Elbigenalp im Tiroler Lechtal.

In der „Schatzkammer“ in Füssen wird die Geschichte des Benediktinerklosters St. Mang nacherzählt. Als das Kloster St. Mang 1802 säkularisiert wurde, bestand es fast tausend Jahre. In dieser Zeit prägte die Abtei als Mittelpunkt des Glaubenslebens, als kultureller Kristallisationspunkt und vor allem als Herrschafts- und Wirtschaftszentrum das Füssener Land. Vom Kloster St. Mang ging sicherlich die Zivilisationsgeschichte des Lechtals aus.
So kann man auf anschauliche Art erfahren, wie sich die Klosterherrschaft entlang des Lechs entwickelte, wie sich Handwerker und Künstler aus dem Lechtal im Füssener Land entfaltet haben oder auch  welchen Einfluss Lechtaler als Äbte des Klosters St. Mang im Füssener Land ausübten.

Die sehenswerte „Wunderkammer“ ist in Elbigenalb zu besichtigen, nur eine Stunde Autofahrt lechaufwärts von Füssen:
Wunderkammer Elbigenalp, Dorf 47, A-6652 Elbigenalp
+43 (0)5634 20024
Opens window for sending emailinfo@wunderkammer.tirol
www.wunderkammer.tirol


Laute von Hans Socher

Ankauf einer Laute für das Museum der Stadt Füssen im Dezember 2015:
Hans Socher Postmeister und LautenmacherDie Lautenmuschel besteht aus 19 Eibenspänen und ist signiert mit einem eingeklebten handgeschriebenen Zettel:Hanß Socher in Fiesen Anno 1609 Die originale Laute wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer gitarrisierten Wandervogellaute umgebaut. Jedoch fand die filigran ausgestochene Rosette auf der neuen Decke wieder Verwendung.Hans Socher wird erstmals 1606 als Postverwalter erwähnt und wohnte im Haus Tiroler Straße 7 und 9. Er lieferte Lauten im Wert von 28 Gulden an Magnus Tieffenbrucker nach Perugia im Jahr 1627. Während der Wirren des 30jährigen Kriegs verstarb Hans Socher in Füssen.Das Museum erwarb diese Laute 2015 aus der Sammlung Krötz/Kapfer, Murnau. Finanziert wurde der Ankauf durch eine Spende anlässlich der Feier von Hans-Joachim Schirmer zu seinem 80. Geburtstag.

Lechhalde 3, 87629 Füssen
Eingang durch den Klosterhof
Hier finden Sie das Museum im Opens external link in new windowStadtplan

Öffnungszeiten (zurzeit geschlossen)

9. November 2020 bis 31. März 2021:
Freitag bis Sonntag
13 bis 16 Uhr

Flyer

Downloaden Sie hier den Initiates file downloadMuseumsflyer (255 KB)

Eindrücke aus dem Museum

Klosterrundgang im Allgäu.tv

Sarah Brightman und Vincent Niclo singen in der Klosterbibliothek

Führungen (finden zur Zeit nicht statt)

Nach Vereinbarung (nur zu den regulären Öffnungszeiten und ab 10 Personen)
Buchung: Tel. +49 (0)8362 903143, museum@fuessen.de
Gebühr: 40 € zuzügl. Eintritt 4 € pro Person (max. 20 Personen)

Eintrittspreise

Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €
Kombikarte Museen 7 €
Unter 18 Jahren frei
Schulklassen frei

Wir sind Partner der KönigsCard
 

 

Kontakt

Tel. +49 (0)8362 903143, museum@fuessen.de