Information zur aktuellen Situation

Zur Zeit ist das Museum der Stadt Füssen aufgrund der Pandemie geschlossen.

Das Benediktinerkloster St. Mang

Foto Blick in die Klosterbibliothek St. Mang, Klick zum Vergrößern
Foto Kloster Ostflügel, Klick zum Vergrößern

Barocke Pracht

Die herrlichen barocken Repräsentationsräume des ehemaligen Benediktinerklosters St. Mang stehen Ihnen zur Besichtigung offen.
Den Glanzpunkt der Anlage bildet der reich stuckierte und freskierte Festsaal, der als „Kaisersaal“ konzipiert wurde. Seine architektonische Form und Ausstattung diente dem politischen Anliegen der Abtei, die Reichsunmittelbarkeit zu erlangen und Reichsstift zu werden.

Der außergewöhnliche Ovalbau der Klosterbibliothek bildet das Zentrum der Südfront, der schlossähnlichen Schauseite des Klosters. Im Innern ermöglichte eine Öffnung den Blick hinunter in das Refektorium, den Speisesaal der Mönche. Die Einheit von geistiger und leiblicher Nahrung wird mit diesem architektonischen Kunstgriff symbolisiert.

„Das ganze Stift ist wegen seiner Bauart merkwürdig. Die Kirche, das Refektorium, die Küche, alles verdient beobachtet zu werden und es hat was Außerordentliches an sich, dass auf so einem kleinen, unebenen Platz so schöne Bauordnung angebracht worden ist“, lautet der Reisebericht eines Andechser Paters von 1788.

 

Füssener Lauten- und Geigenmacher

Foto Geigenmacherwerkstatt von Konrad Leonhardt, Klick zum Vergrößern
Foto Prunkgitarre von Matteo Sellas, Klick zum Vergrößern

Wiege des europäischen Lautenbaus

Füssen gilt als die Wiege des gewerbsmäßig betriebenen Lautenbaus in Europa. Bereits Ende des 14. Jahrhunderts werden Lautenmacher in Füssen in den Archiven erwähnt und 1562 wurde hier die erste Lautenmacherzunft Europas gegründet. Dass das kleine Städtchen Füssen im Musikinstrumentenbau eine solch große Rolle spielte, liegt zum einen an den vorhandenen Rohstoffen, dem Holz der Bergwälder: Fichte, Ahorn und für den Lautenbau auch besonders die Eibe, zum anderen an der wichtigen ehemaligen Römerstrasse Via Claudia Augusta.

Doch viele Füssener Instrumentenmacher wanderten aus und gründeten in den europäischen Kulturmetropolen bedeutende Werkstätten. So waren in Venedig und Padua im 16. und 17. Jahrhundert etwa zwei Drittel aller Lautenmacher Füssener Anstammung und dominierten dieses Handwerk fast monopolartig.

Füssener Totentanz

JedermannDetailfoto, der Tod und die Jungfrau, Klick zum Vergrößern

Vor 400 Jahren beauftragte Abt Matthias Schober Jakob Hiebeler, einen Totentanz für die Annakapelle zu malen. Die Kapelle diente damals als Grablege der Äbte und des Adels der Umgebung.

Unter dem Motto „Sagt Ja Sagt Nein, Getanzt Muess sein“ folgen im Füssener Totentanz zwanzig Stände, angeführt vom Papst und Kaiser, dem Tod, der auch vor dem Kleinkind und dem Maler selbst nicht Halt macht. Das Motiv des Tanzes drückt die Ambivalenz zwischen Lebenslust und Todesangst aus und beschreibt die Gratwanderung des Lebens.Detailfoto, der Tod und der Maler, Klick zum Vergrößern

Der Füssener Totentanz stellt den ältesten erhaltenen Totentanz in Bayern dar und er zählt heute zu den bedeutenden Monumental-Totentänzen Europas. Füssen wurde so neben Basel, Lübeck, Luzern und Wien ein Zentrum der Totentanz-Ikonographie.
 

Wasserkraft und Seilerwarenfabrik

Aufbruch in die Moderne

1861 wurde für Füssen das Schwellenjahr zur Moderne. Am 10. April unterschrieben der Fabrikant Josef Franz Eichele aus Immenstadt und die Stadt Füssen den Kaufvertrag für das Lechgriesgelände. Nachdem das Gründungskomitee ihr „Programm“ veröffentlicht hatte, um Anlagekapital anzuwerben, war innerhalb eines Monates bereits die gewünschte Kapitalsumme von 500.000 Gulden vorhanden. Sofort wurde mit den Planungen und Baumaßnahmen begonnen. Noch im Jahr 1863 lief die Produktion an, obgleich der offizielle Geschäftsbeginn auf den 2. Januar 1864Foto Knäuelsaal in den Hanfwerken Füssen, 1928 festgelegt wurde.

Erstmals seit 300 Jahren stieg nun die Einwohnerzahl Füssens wieder und verdoppelte sich schließlich bis zur Jahrhundertwende. Damit veränderte sich auch die soziale Zusammensetzung der Stadt. Zum handwerklich-kleinbürgerlichen Milieu trat nun eine Industriearbeiterschaft, die sich gewerkschaftlich, kulturell und politisch organisierte. Füssen erlebte eine Zuwanderung von Arbeitern vor allem aus Böhmen und Österreich. Frauen bildeten einen wesentlichen Faktor in der modernen Produktion. Für die Betreuung der Kinder und ihre Schulbildung wurden eigene Einrichtungen geschaffen.

 

 

Das älteste Instrument im Museum der Stadt Füssen

Einer der „100 Heimatschätze“ Bayerns

Diese Mitte des 16. Jahrhunderts gebaute Laute trägt in ihrer Muschel einen Zettel mit der Aufschrift „Wolfgang Wolf zue Fießen.“ Die Lautenmacherfamilie Wolf ist seit 1493 in Füssen belegt, als der Lautenmacher Jorig Wolf dort das Bürgerrecht erwarb.

Archiv der Deutschen Lautengesellschaft

Im Museum der Stadt Füssen befindet sich das Archiv der Deutschen Lautengesellschaft. Besuch nach Rücksprache mit der Deutschen Lautengesellschaft.

https://www.stadt-fuessen.de/fileadmin/_processed_/csm_Logo_Museum_67113b2411.jpg

Lechhalde 3, 87629 Füssen
Eingang durch den Klosterhof
Hier finden Sie das Museum im Opens external link in new windowStadtplan

Öffnungszeiten (zur Zeit geschlossen)

9. November 2020 bis 31. März 2021:
Freitag bis Sonntag
13 bis 16 Uhr

Eindrücke aus dem Museum

Klosterrundgang im Allgäu.tv

Sarah Brightman und Vincent Niclo singen in der Klosterbibliothek

Führungen (finden zur Zeit nicht statt)

Nach Vereinbarung (nur zu den regulären Öffnungszeiten und ab 10 Personen)
Buchung: Tel. +49 (0)8362 903143
Gebühr: 40 € zuzügl. Eintritt 4 € pro Person (max. 20 Personen)

Eintrittspreise

Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €
Kombikarte Museen 7 €
Unter 18 Jahren frei
Schulklassen frei

Wir sind Partner der KönigsCard

 

Flyer

Downloaden Sie hier den Initiates file downloadFlyer des Museums der Stadt Füssen (255 KB)