Aktuelle Corona-Situation

Bund-Länder-Gespräche und Kabinettssitzung zur weiteren Vorgehensweise
– die wichtigsten Entscheidungen im Überblick

  • Der Teil-Lockdown wird bis zum 20. Dezember verlängert
  • Private Treffen sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt beschränkt, jedoch in jedem Falle auf 5 Personen. Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.
  • Vom 23. Dezember bis 1. Januar sind Zusammenkünfte im engsten Familien- und Freundeskreis mit maximal 10 Personen erlaubt. Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.
  • Für Silvester empfehlen Bund und Länder, auf Feuerwerke zu verzichten. Auf belebten Plätzen und Straßen ist Pyrotechnik verboten.
  • Unternehmen werden dringend gebeten, zu prüfen, ob diese entweder durch Betriebsferien vom 23. Dezember bis Neujahr schließen können oder ob großzügige Homeoffice-Lösungen möglich sind.
  • Maskenpflicht besteht ab sofort zusätzlich: vor Groß- und Einzelhandelsgeschäften und auf den zu ihnen gehörenden Parkplätzen; an allen Orten mit Publikumsverkehr in den Innenstädten sowie auch an Örtlichkeiten der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten.
  • Bibliotheken und Archive werden geschlossen (ausgenommen Hochschulbibliotheken).
  • Geschlossen werden die Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz, also die Volkshochschulen und vergleichbare Angebote anderer Träger. Ausgenommen sind digitale Angebote, die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung mi zugehörigen Prüfungen sowie Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks.
  • Bei allen Betrieben des Groß- und Einzelhandels mit Kundenverkehr gilt generell, dass sich (1) in Einrichtungen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 m2 höchstens ein Kunde pro 10 m2 Verkaufsfläche und (2) in Einrichtungen mit einer Verkaufsfläche ab 801 m2 insgesamt auf einer Fläche von 800 m2 höchstens ein Kunde pro 10 m2 und auf der 800 m2 übersteigenden Fläche höchstens ein Kunde pro 20 m2 befindet.
    Für Einkaufszentren ist die jeweilige Gesamtfläche anzusetzen. Durch ein abgestimmtes Einlassmanagement müssen Einkaufszentren und Geschäfte verhindern, dass es im Innenbereich von Einkaufspassagen oder Einkaufszentren zu unnötigen Schlangenbildungen kommt.
  • Touristische Tagesausflüge oder Freizeitvergnügungen im Ausland, etwa zum Skifahren, sind vermeidbare Risikoquellen. Die bisherige Möglichkeit, sich im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs für bis zu 24 Stunden quarantänefrei ins Ausland zu begeben, wird auf triftige Gründe beschränkt, insbesondere Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten, Geschäfte des täglichen Bedarfs, nicht aber touristische und sportliche Zwecke.
  • Die sogenannte Novemberhilfe zur finanziellen Unterstützung von Unternehmen, Betrieben, Selbständigen, Vereinen und anderen Einrichtungen, die von temporären Schließungen betroffen sind, wird im Dezember fortgeführt.

Zum Nachlesen:

Bund und Länder appellieren zudem:

  • Auf private Feiern komplett zu verzichten.
  • Auf nicht notwendige private Reisen, Tagesausflüge und Freizeitaktivitäten mit Publikumsverkehr zu verzichten.
  • Auf nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr und nicht notwendige Fahrten im ÖPNV zu verzichten.
  • Personen aus Risikogruppen nur völlig symptomfrei besuchen.
    Ab Dezember erhalten besonders gefährdete Personen 15 FFP2-Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung.
  • Vorsicht bei Atemwegserkrankungen! Wer Atemwegsprobleme hat, soll zuhause bleiben, bis die Symptome abklingen und ggf. ärztlichen Rat einholen sowie die aktuelle Möglichkeit der telefonischen Krankmeldung nutzen.

Folgende Bestimmungen gelten bis 20. Dezember:

  • Die Bürger werden angehalten, Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Der Aufenthalt im privaten und öffentlichen Raum ist nur mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes jedoch in jedem Falle mit maximal fünf Personen erlaubt. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sanktioniert die Ordnungsbehörde.
  • Bürger werden aufgefordert, auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht-touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.
  • Geschlossen werden Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind. Dazu gehören: Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Wellnesseinrichtungen, Museen, Zoos und ähnliche Einrichtungen.
  • Freizeit- und Amateursport ist nur allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand erlaubt. Indoor-Sportstätten sind geschlossen. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.
  • Veranstaltungen aller Art werden untersagt, Ausgenommen sind verfassungsrechtlich geschützte Bereiche (z. B. Gottesdienste, Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz). Feiern auf öffentlichen Plätzen sind verboten.
  • Maskenpflicht gilt an den Schulen (einschließlich Grundschule), auf frequentierten öffentlichen Plätzen und am Arbeitsplatz.
  • Geschlossen werden: Gastronomiebetriebe sowie Bars, Kneipen und ähnliche Einrichtungen. Geschlossen bleiben Clubs und Diskotheken. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen. In Füssen gilt zudem: Alkoholische Getränke dürfen zwischen 21 und 6 Uhr nicht verkauft werden.
  • Geschlossen werden: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen (z. B. Physio-, Ergo-, Logotherapie, Podologie / Fußpflege) bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.
  • Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Es darf sich in den Geschäften aber weiterhin nur ein Kunde je 10 m2 Verkaufsfläche aufhalten.
  • Schulen und Kindergärten bleiben offen. Ab dem 9. November gilt generell:
    • Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände, auch im Unterricht und am Platz. Die Maskenpflicht gilt auch für Grundschüler.
    • Die Einhaltung des Mindestabstand von 1,5 Meter auch in Unterrichtsräumen wird empfohlen.
  • Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie vergleichbare Beratungseinrichtungen bleiben geöffnet.

Dokumente zum Nachlesen:

Karte mit Fallzahlen der Gemeinden im Ostallgäu