Veranstaltungen im Museum der Stadt Füssen

Nacht der Museen im Außerfern und im Allgäu

Samstag, 9. Oktober 2021, 18 – 23 Uhr

Sonderöffnung im Museum der Stadt Füssen mit Familienführung um 18 Uhr
und Erwachsenenführungen 19.30 Uhr und 21.00 Uhr.

Auch dieses Jahr nimmt das Museum der Stadt Füssen wieder an der Nacht der Museen im Außerfern und im Allgäu teil.
Das im 9. Jahrhundert gegründete Benediktinerkloster St. Mang war bis zur Säkularisation von 1802/03 der kulturelle Mittelpunkt des Füssener Landes und der nächstgelegenen Orte am Lech. Der Tiroler Lech war lange Zeit Bistumsgrenze zwischen Brixen und Augsburg. Damit waren zahlreiche Ortschaften im heutigen Außerfern kirchlich und administrativ mit dem Hochstift Augsburg und dem Kloster St. Mang verbunden.
In der Nacht der Museen können Sie die prachtvollen Räume des Klosters St. Mang und die sehenswerte Sammlung zum Füssener Lauten- und Geigenbau eindrucksvoll erleben.

Herzlich willkommen im Museum der Stadt Füssen!

Eintritt frei, Anmeldung an der Museumskasse, Tel. 0049 (0)8362-903 143, möglich bis Führungsbeginn.
Es gelten die Maskenpflicht und die 3G-Regeln.

Die übrigen Veranstaltungsorte in der Nacht der Museen finden Sie auf
www.mvb-ausserfern.at.

Besuchen Sie auch gerne unsere Sonderausstellung „Sehnsucht nach Heimat – Trachtenkultur im Füssener Land“, die noch bis Ende Februar läuft.

Vortrag

 

Leichter als Luft – Graf Zeppelin und die Entwicklung der Luftfahrt

LZ 4 beim Aushallen aus der so genannten Reichsschwimmhalle in Manzeller Bucht bei Friedrichshafen
LZ 4 beim Aushallen aus der so genannten Reichsschwimmhalle in Manzeller Bucht bei Friedrichshafen

Dienstag, 12. Oktober 2021, 19 Uhr

 

Vortrag Dipl.-Bibl. Jürgen Bleibler, Zeppelin Museum Friedrichshafen
im Museum der Stadt Füssen

Auf Initiative des Ersten Bürgermeisters Maximilian Eichstetter begleitet das Museum der Stadt Füssen die Premiere des Musicals „Zeppelin“ von Ralph Siegel im Festspielhaus Füssen im Oktober 2021 mit einem spannenden Vortrag:

LZ 4 beim Start von der Manzeller Bucht bei Friedrichshafen
LZ 4 beim Start von der Manzeller Bucht bei Friedrichshafen

Ferdinand Graf von Zeppelin (1838–1917) war als Sohn eines adeligen Baumwollfabrikanten zeitlebens technisch interessiert. Im Rahmen seiner Offizierslaufbahn in der württembergischen Armee erlebte er als Beobachter im amerikanischen Bürgerkrieg den militärischen Einsatz von Freiballons. In einer Zeit, in der neue Fortbewegungsmittel zu Lande, zu Wasser und in der Luft erdacht wurden, reifte in ihm das Konzept eines lenkbaren Luftschiffs.

Zwischen 1890 und 1914 entwickelte Graf Zeppelin aus seiner visionären Idee ein Luftfahrzeug, das militärische Dominanz und eine neue Form der Mobilität versprach. Diese Geschichte ist geprägt von atemberaubenden Fahrten und zahlreichen Rückschlägen. Um leichter als Luft reisen zu können, mussten Zeppelin und seine Mitstreiter auf verschiedensten Gebieten der Technik Neuland betreten. So wurden unter anderem starre Rumpfgerippe aus Aluminiumprofilen, leistungsstarke Antriebssysteme und riesige Montage- und Aufbewahrungshallen entwickelt. Die nutzlastorientierte Entscheidung Zeppelins, möglichst groß zu bauen, verschaffte den Luftschiffen seiner Bauweise bald einen weltweiten Bekanntheitsgrad, im Luftverkehr wie auch im Luftkrieg.

Auf der Grundlage seines umfassenden Fachwissens präsentiert Jürgen Bleibler die Bedeutung der Zeppelin-Luftschiffe als Innovationsträger und nationale Identifikationssymbole.

Dipl. Bibl. Jürgen Bleibler hat Bibliothekswesen, Kunstgeschichte und Germanistik in Stuttgart und Saarbrücken studiert. Ab 1992 war er als externer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Aufbau des Zeppelin Museums im Hafenbahnhof Friedrichshafen beteiligt. Er leitet dort seit 1998 die Zeppelin Abteilung. Zu seinem Wirkungsfeld gehören Publikationen und Ausstellungen zur internationalen Geschichte der Ballon- und Luftschifffahrt, des Flugzeug- und des Schienenfahrzeugbaus und zur Technik, Industrie- und Verkehrsgeschichte der Bodenseeregion.

Fotos aus dem Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH Friedrichshafen

Eintritt 5,- €
Anmeldung erforderlich an der Museumskasse oder telefonisch unter +49 (0)8362 903143

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